Liza von Caro Line

,,LIZA“

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Textschnipsel (1. Teil) 

»Na, was sagt der Arzt? Hast du dich heute Nacht wieder verausgabt, alter Mann?« Unanständig schweifte Lizas Blick an ihrem Gatten herab. Was sie sah, gefiel ihr. Jens war groß, hatte braune kurze Haare und Augen, die in derselben Farbe strahlten.

Bei dem Gedanken an vergangene Nacht, in der sie sich hemmungslos geliebt hatten, knabberte sie gedankenverloren an ihrer Lippe. Auch nach neunzehn Jahren Beziehung, davon dreizehn verheiratet, brauchten sie sich wie am ersten Tag.

Jens war außerordentlich aufmerksam und zuvorkommend. Liza konnte sich keinen besseren Ehemann wünschen. Sie war glücklich, wenn sie an ihre kleine Familie dachte, zu der die dreijährige Jule gehörte und bald noch das Ungeborene, welches sie unter dem Herzen trug.

»Du bist bloß vier Jahre jünger als ich, gnädige Frau. Also werd nicht frech!« Schmunzelnd zwinkerte er ihr zu.

Ganz selbstverständlich griff er nach Lizas Tasse, die sie mit beiden Händen umgriff.

»Du sollst nicht so viel Koffein trinken, denk an unseren Jungen in deinem Bauch.«

Schnaufend gab Liza das Gefäß mit der dampfenden Flüssigkeit frei, die sie morgens immer benötigte, um überjaupt in die Gänge zu kommen.

»Es wird ein Mädchen, da bin ich mir ganz sicher«, berichtigte sie ihn.

Herzhaft biss sie in ihr Marmeladenbrot, während sie Jens immer wieder einen besorgten Blick zuwarf. »Was sagt der Arzt denn nun?«

»Noch nichts Genaues. Ich soll in zwei Wochen zum MRT. Die nette Dame am Empfang hat sogar einen Termin für mich vereinbart, als wäre ich dazu nicht selbst in der Lage.«

Kurz lachte Liza auf, fragte sich aber dann, seit wann sich eine Arzthelferin um solche Patiententermine kümmerte?

Gerade in der Praxis Kirschen war immer viel los. Doch die Skepsis verflüchtigte sich sofort, als sie dem aufmunternden Blick ihres Mannes entgegensah.

»Es ist nur halb so wild. Das sind Verschleißerscheinungen, mach dir keine Sorgen, Schatz.« Den Stuhl, auf dem er saß, schob er nach hinten. Er umrundete den Tisch, nicht ohne seinen Mund schmerzhaft zu verziehen, weil sein komplettes Gewicht auf seiner Hüfte lastete. Daraufhin kniete er sich neben sie und nahm ihr Gesicht in beide Hände. »Ich liebe dich.« Eine Hand wanderte ihren Hals hinab, über ihr Dekolleté, bis sie letztlich an ihrem kugelrunden Bauch verweilte. »Und ich finde dich unheimlich exy. Obwohl ich wegen dieser verdammten Hüfte nicht mehr so gut laufen kann, möchte ich jetzt unbedingt in dir sein.«

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