Liza

LIZA 

Textschnipsel (2. Teil)

Nichts wurde gut!

Ganz im Gegenteil.

Jeden verdammten Tag verschlechterte sich Jens’ Zustand.

Das Krankenhauszimmer, welches ihm vor ein paar Minuten zugewiesen worden war, wirkte trostlos.

Kahle Wände, verziert mit einem einsamen Kreuz über der Tür, Desinfektionsspender am Waschbecken und neben dem Ausgang.

Äußerlich passte Jens in dieses Zimmer, denn er war genauso blass.

Täglich wurde sein Hüftleiden schlimmer. Er versuchte, es vor Liza zu verbergen, was ihm aber nicht gelang.

Die Pein musste grausam sein. Immer dann, wenn er sich unbeachtet fühlte, konnte sie heimlich beobachten, wie er litt.

Das Gespräch mit Doktor Bauer war niederschmetternd.

Im Hüftknochen saß tatsächlich ein Sarkom. Man erklärte ihnen, dass es sich bei diesem Tumor um eine bösartige Krebsart handelte. Doch das sollte noch nicht alles sein.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass er bereits streute.

Heute war der Tag seiner ersten Chemotherapie.

Liza hatte verdammt viel Angst, denn immer wieder hatte sie vor Augen, wie der Doktor mit einer ernsten Miene zu Jens sprach, dass der Knochenkrebs schon sehr weit fortgeschritten war. Innere Organe waren stellenweise befallen.  Das war alles gar nicht gut.

Ab diesem Moment veränderte sich Jens, als hätte er längst eine stumme Entscheidung gefällt.

Täglich ging es mit ihm bergab, seine Kraft war auf dem Nullpunkt.

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